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Samstag, 12. Mai 2012

Brasilien

Nach zwei berauschenden Tagen auf der argentinischen Seite der Iguassufälle, fuhren wir ein paar Kilometer weiter über die Grenze nach Brasilien. Auch hier konnten wir die Wasserfälle besuchen. Der Ausblick ist allerdings nicht so eindrucksvoll wie in Argentinien. Für ein schönes Foto hat es aber natürlich gereicht.



Außerdem haben wir uns dort in die freilebenden Coaties (auf deutsch Nasenbären) verliebt. Leider sind die kuscheligen Tiere nicht so friedlich wie sie aussehen. Nachdem Babsi mit dem Stadtplan raschelte witterten mehrere Coaties ein dickes Fressen und setzen zum Angriff an. Babsi konnte sich und die Karte gerade noch in Sicherheit bringen.

Da war die Welt noch in Ordnung.


Unser zweiter Stopp in Brasilien war das über 2.000 km entfernte Salvador da Bahia. 80% der Bevölkerung hat afrikanische Wurzeln was sich nicht nur im Essen, sondern auch in der Candomble Religion widerspiegelt. Die unterschiedlichen Tänze bei denen sich die Priester in Trance versetzen konnten wir in Salvador miterleben. Das öffentliche Bild der Stadt ist allerdings stark christlich geprägt.




Auch das Nachtleben hat einiges zu bieten. Dieser unscheinbare Kirchenaufgang verwandelte sich am Vorabend in eine Open Air Bühne mit Livemusik und unzähligen Besuchern. Wir gönnten uns dort unsere ersten brasilianischen Caipirinahs, die Straßenverkäufer zu einem Spottpreis anboten. Fotos gibt es nur vom Tag, denn es ist nicht klug in der Nacht mit einer Kamera durch Salvador zu laufen. Am Tag eigentlich ebenso wenig, aber sonst hätten wir ja gar keine Fotos.



Viel entspannter ging es dann in Praia do Forte zu. In diesem Fischerdorf gibt es außer der Kirche und einem ewig langen Sandstrand nicht viel zu sehen.




Zwei Stunden mit der Fähre von Salvador entfernt liegt DAS brasilianische Ferienziel, die Insel Morro de Sao Paulo.



Den überfüllten Stränden konnten wir hier leicht entgehen.




Zu Martins Geburtstag buchten wir uns im besten Hotel der Insel ein. Soviel Luxus waren wir gar nicht mehr gewöhnt, genossen ihn aber ab der Begrüßungskokosnuss.





Martins runder Geburtstag wurde dann dank Babsi im großen Stil mit Geschenken, Feuerwerk und Cocktails gefeiert.




Weniger lustig wurde die Rückfahrt mit diesem Boot nach Salvador. Zuerst freuten wir uns noch über das Motorboot, das wir mehr oder weniger für uns hatten. Schon nach zwanzig Minuten wurde uns schmerzlich bewusst, was es bedeutet, wenn der Kapitän dieses kleinen Bootes mit Vollgas über die Wellen brettert: unbändige Übelkeit.



In Rio waren wir nach zwei Wochen Brasilien endlich in einer Churrascaria. In diesen Restaurants werden bis zu 20 verschiedene gegrillte Fleischsorten auf Spießen durch das Lokal getragen und direkt auf die Teller geschnitten. Nach 60 Minuten fielen wir bewusstlos von den Stühlen.



Die nächsten Tage mussten wir uns am Strand von Ipanema ausruhen. Babsi war nicht allzu traurig.



Danach konnten wir endlich mit unserem Sightseeingprogramm starten. Erstes Ziel war der Zuckerhut.






Den Tag ließen wir am Strand mit dem brasilianischen Nationalgetränk ausklingen. Das schmeckt zum Glück besser als das argentinische (tut uns leid Stephan, wir haben es immer noch nicht überwunden).



Weiter gings zur Escaderia Selaron: Eine bunte Treppe voll mit Kacheln aus aller Welt.



Am nächsten Tag ging es wieder zurück an den Strand denn zu unserer großen Freude fand dort der Billabong Pro 2012 Surfweltcup statt. So konnten wir dort Surfgrößen wie den zweifachen Weltmeister Mick Fanning oder den Portugiesen Tiago Pires beim Surfen zusehen.




Was uns noch fehlte war ein Besuch bei der Cristo Statue. Neben der eindrucksvollen Statue gibt es noch einen wunderschönen Ausblick auf Rio obendrauf.




Bei unserem Rundgang durch die größte Favela Südamerikas wunderten wir uns nicht über die Stromkabeln, denn dieses Konzept ist uns schon aus Asien bekannt. Vielmehr rätseln wir immer noch was die Schuhe dort zu suchen haben.



Kaum zu glauben, dass in Rocinha 190.000 Menschen leben.

1 Kommentar:

  1. Lieber Martin!
    Nachträglich alles Gute zu deinem Geburtstag.
    Die Fotos von Brasilien sind sehr beeindruckend,
    besonders der Zuckerhut, und das mit den Kabeln.
    Freuen uns alle auf euer Heimkommen.
    Alles Liebe Marion

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